Qingdao/China

Qingdao ist eine attraktive und gepflegte Hafenstadt, die direkt am Gelben Meer liegt. Diese Großstadt hat rund 7 Millionen Einwohner. Hiervon leben 2.5 Millionen in der Stadt, der Rest in den eingemeindeten Vororten. Verwaltungstechnisch gehört Qingdao zur wirtschaftlich starken Provinz Shandong. Hier wird auch seit 1903 in der von Deutschen gegründeten Brauerei das international bekannte Tsingtao Bier gebraut. Hierbei handelt es sich um eines der bedeutendsten Unternehmen der Stadt. Es erwirtschaftete im Jahre 1994 456 Mio RMB. Die Brauerei, die heute an mehreren Braustätten Chinas produziert (Lizenz), war eines der ersten chinesischen Unternehmen, deren Aktien an der Börse von Hongkong gehandelt wurden.

Geschichtlich wurde diese eher untypische chinesische Stadt stark während der deutschen Kolonialzeit geprägt. Dies wird auf den ersten Blick durch die unzähligen deutschen Bauwerke sichtbar. In nur 16 Jahren gelang es, aus einem kleinen Fischerdorf eine ansehnliche Handelsstadt zu bauen, indem hohe Summen in den Aufbau der Infrastruktur investiert wurden.

Qingdao

Die Stadt liegt direkt am Wasser, was Klima und Speisekarte positiv beeinflusst. Im ganzen Land genießt die Region den Ruf eines sehr gepflegten Erholungsortes und wird im Sommer von Chinesen gerne als Urlaubsort besucht. Verständlicherweise, denn die schönen Strände, saubere Luft und die Nähe zu den Bergen machen Qingdao sehr attraktiv. Aufgrund der hervorragenden Bedingungen für Wassersport wurden hier im Jahre 2008 die Olympischen Segelwettbewerbe ausgetragen.  Grundsätzlich ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Neben Wassersport und endlosen  Stränden bieten sich auch weitere Freizeitmöglichkeiten an wie Golf, Tennis und diverse Fitnessmöglichkeiten in verschiedenen Hotels.

Qingdao

Im Zuge der außenwirtschaftlichen Öffnung und der Wirtschaftsreformen spielt auch das übrige Qingdao eine wichtige Rolle. Der Außenhandelsumsatz der Stadt betrug 1994 etwa 2.3 Mrd. US Dollar. Das ist ein Viertel des Umsatzes der gesamten Provinz Shandong. Die Stadt ist eine der insgesamt 14 „geöffneten Städte“ an der chinesischen Küste. Zudem besitzt sie Entscheidungsrechte, die sonst nur Provinzen zustehen.

Seit 1984 existiert an der Westküste der Jiaozhou-Bucht, gegenüber der Stadt Qingdao, die wirtschaftliche und technische Entwicklungszone Qingdao. Rund 8 Mrd. RMB sind zwischen 1985 und 1995 in Infrastruktur und Basiseinrichtungen der 1599 km2 großen Zone investiert worden. Passagier- und Autofähren verbinden das Gelände mit der Stadt, seit 1994 ist eine Schnellstraße von der Stadt in die Wirtschaftszone in Betrieb. Geplant sind zudem 2 Tunnel von sechs und acht Kilometer Länge zwischen der Zone und der Innenstadt. Über 2300 Unternehmen zählte man Ende 1995, darunter fast 700 ausländische Beteiligungen. In der 1992 eröffneten Freihandelszone siedelten sich bis 1994 rund 125 Unternehmen mit ausländischer Beteiligung an. Zu den prominentesten Deutschen zählen u.a. Bayer mit der Tochter Rheinmetall und Degussa Chemical Co.Ltd, aber auch kleinere Unternehmen wie die Digatron Industrieelektronik GmbH. Zwischen Qingdao und Deutschland besteht ein Zeitunterschied von + 7 Stunden in der Winterzeit und + 6 Stunden in der Sommerzeit.

Klima

Die Klimabedingungen sind in etwa mit denen in Deutschland vergleichbar. Der Winter ist jedoch nicht ganz so streng. Selten rutscht die Temperatur unter 0 Grad Celsius, wobei jedoch oft ein recht rauer Wind auf Grund der Meerlage Qingdaos weht. Die Sommer sind jedoch etwas wärmer, so dass Air Conditioning in den Sommermonaten notwendig ist.

Währung

Währungsbezeichnung in der VR China: Renminbi, RMB (wörtlich: Volkswährung) meist aber Yuan oder Kuai genannt. 1 Yuan = 10 Jiao (oder auch Mao) = 100 Fen. 1 Euro = ca. 9,03 Yuan (08/2011)

Shandong

Shandong gehört zu den östlichen Provinzen mit Küstennähe, wodurch es zu den entwickelten Regionen Chinas zählt, die eine Lebensart auf westlichem Niveau bietet.